Sonntag, 11. September 2016

Basislager Rakaposhi Tarafari

Basislager Rakaposhi Tarafari, den 07. 09.2016, 18:00 Uhr 

Es ist der blanke Wahnsinn, was wir hier erleben, mitmachen und sehen. Ich bin froh und glücklich, dass wir trotz fortgeschrittenen Alters für diese Wandertour entschlossen haben.
 
Heute morgen sind wir 07:20 Uhr mit dem Rucksack (ca. 4 kg) gestartet. Unser restliches Gepäck, die Zelte, Lebensmittel, Kochausrüstung, Stühle und Tische wurden von 6 Eseln geschleppt, insgesamt 290 kg. 
Es war glücklicherweise noch recht kühl heute früh, denn der Aufstieg war von Anfang an steil und anstrengend, überwiegend auf steinigem Untergrund. Die ersten Höhenmeter haben wir noch ganz gut bewältigt und bald schien die Sonne unbarmherzig auf uns herab. Immer wieder blieben wir stehen, um die grandiose Aussicht auf die Berge und den Gletscher zu genießen. Mittagspause haben wir auf einer Höhe von ca. 2900 m gemacht, d.h. wir hatten schon 900 Höhenmeter hinter uns. 
Das Hotel hatte jedem ein gutes Lunchpaket mitgegeben. Nach dem Mittagessen ging es sehr steil in die Höhe und uns fiel jeder Schritt zunehmend schwerer. Aber es viel uns schon leichter als der Aufstieg zur Märchenwiese. Für Kristina und Ulrike war es leichter, da sie beide schon mehrere höhere Berge bestiegen hatten, z.B. den Kilimandscharo. 

Am Grat oben angekommen überwältigt uns der wahnsinnige Ausblick auf die schneebedeckten Gipfel unmittelbar vor uns (Dirwan und Rakaposhi) sowie den gewaltigen Gletscher unter uns. Man kann sich nicht satt sehen an dieser Schönheit und wir haben eine zeit lang gerastet und den Ausblick genossen. Wir waren jetzt 3447 m hoch. 

Um meine Leistung richtig zu würdigen, muss ich erwähnen, dass die kleine pakistanische Gruppe, die auch hier ist, auf der Hälfte der Strecke übernachtet hat, weil ihnen der Weg hier hoch in einer Etappe zu anstrengend war. Wir legen übrigens jetzt schon im Zelt (20:23 Uhr) und schreiben beim Licht der Stirnlampe. Es ist stockdunkel draußen und bitter kalt. Nur die Sterne funkeln über uns.
Unser Bergführer sagte, es sind nur noch 20 Minuten bis zum Basislager. Er vergaß nur zu sagen, dass es ein schmaler, enger Pfad wird und tief unter uns die Abgründe des Gletschers gähnten. Er musste mich 2 mal an die Hand nehmen, sonst hätte ich es wahrscheinlich nicht geschafft. 
Die Wiese, wo unsere Zelte jetzt stehen, ist sehr romantisch. Vor uns der schneebedeckte Rakaposhi, auf der einen Seite hohe Bergwände, auf der anderen Seite eine kleine Erhöhung, von der aus man auf den gewaltigen Gletscher schauen kann. Dort haben wir auch heute Nachmittag gesessen und die Sicht genossen. 

An unserem Zelt kuschelt ein Huhn, es fühlt sich einsam, denn das zweite hat der Koch vorhin kurzerhand geschlachtet und uns zum Abendbrot serviert.
Das Essen war auch für diese harten Bedingungen vorzügliche, es gab Vorsuppe, einen Gemüseteller, gebackene Kartoffelspalten, Reis, gekochtes Gemüse und Hühnchen süß - sauer. Zum Nachtisch gab es Tee und Honigmelone. 

Waschen fällt hier natürlich aus, da reichen 2 feuchte Reinigungstücher. Die Zähne haben wir auf der Wiese mit ein wenig kaltem Trinkwasser geputzt. Es gibt auch eine  Toilette!!! 

Morgen wollen wir ein Stück an dem Gletscher entlang wandern.

Das letzte Stück am Gletscher entlang

Unser Koch bereitet das Abendesse vor

Blick auf unseren baldigen Zeltplatz





Unser Zeltlager

am Grat oben angekommen

Die steilen Ufer des Hunza Flusses

unser Gepäck läuft vor uns

Unser Guide
Unser Gepäck kommt an

Wir genießen die Landschaft

Mittagsrast

Dort hoch auf den Grat wollen wir noch

Hier leben noch beide mitgebrachte Hühner, da das Kochzelt noch nicht steht

Wir genießen die letzte Sonne mit dem Blick auf die Berge

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