Montag, 18. Februar 2019

Casablanca hat was

Casablanca, 18.02.2019, 18:00 Uhr

Um halb neun sind wir heute in Marrakesch gestartet, erst Autobahn, dann Landstraße. Irgendwann haben wir mal gehalten, um einen guten, süßen, marokkanischen Pfefferminztee zu trinken. Leider fing es dann an zu regnen und die Temperatur fiel auf 12 Grad Celsius zurück. Um 14 Uhr waren wir in unserem kleinen Hotel mitten in der Stadt. Ich habe Berndt bewundert für seine Fahrkünste durch Casablanca. Hier keine Schrammen ans Auto zu bekommen, ist nicht so einfach, da sich Mopedfahrer an den engsten Stellen noch durchdrängeln und auch gleich mal den Spiegel randrücken. Jeder fährt so, wie er am besten vorwärts kommt. Die Linksabbiegerspur ist auch nur eine Empfehlung und an den vielen Kreiseln muss man besonders gut aufpassen, wer wann wo fahren darf, mal haben die Fahrzeuge im Kreisel Vorfahrt, mal haben die Einfahrenden durch eine Ampel Vorfahrt, aber manchmal ist beides durcheinander. Also Augen auf und durch!
Halb drei Uhr hörte es auf zu regnen und wir wollten zu Fuß los, um wenigstens ein wenig von der großen Stadt zu sehen. (4 Mio Einwohner und damit die größte Stadt Marokkos) Also sind wir Richtung Meer gelaufen, vorbei an vielen schönen Geschäften. Mich haben besonders die tollen, golddurchwirkten Stoffe beeindruckt.
Am Meer war es windig und als wir am dortigen Bahnhof Fotos machen wollten, sprach uns ein älterer Herr an. Er wollte uns für 20 € eine Stunde durch die Stadt fahren und uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zeigen. Berndt war skeptisch, aber es war das Beste, was wir tun konnten. Von der Moschee über die Corniche (Strandpromenade mit vielen Restaurants), den Villen der Superreichen, der katholischen Kirche

bis hin zu den Twin-Towers haben wir einen großartigen Überblick über Casablanca bekommen und in kurzer Zeit sehr sehr vieles gesehen. Sogar Rick's Cafe, Treffpunkt vieler Emigranten während des 2. Weltkrieges, bekannt geworden durch den Film "Casablanca", konnten wir fotografieren.


Die Moschee Hassan II ist das größte islamische Gotteshaus außerhalb Saudi-Arabiens.




Übrigens scheint jetzt die Sonne wieder und der Himmel wird langsam blau.
Die Strandpromenade müsste man auf jeden Fall noch einmal besuchen. Casablanca hat uns ganz gut gefallen, auch wenn Touristenführer die Stadt nicht besonders würdigen.

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