Montag, 7. März 2016

Nasse Hosen

Montag,  07.03.2016

Wir stehen jetzt am Meer in Starigrad, sind die einzigen Gäste auf dem Campingplatz und wurden gleich mit einem Doppelten begrüßt. Da hatten wir sofort den richtigen Elan, um in die Wandersachen zu springen und Richtung Nationalpark Paklenica zu laufen. Voller Enthusiasmus sind wir dort noch steil bergann bis zu einer wunderschönen Aussicht und haben den Sonnenuntergang am Meer genossen. In diesem NP wurden u.a. die Winnetou-Filme mit Pierre Brice gedreht. Auf dem Hinweg sahen wir einen Jeep, auf dem stand: "One day tour" durch den NP. Auf dem Rückweg wollte grade eine junge Frau in das Auto steigen, und so haben wir bei ihr bzw. ihrem Vater eine Tour von 09 bis 17 Uhr mit Verpflegung gebucht. Wir freuen  uns und sind schon gespannt. Unsere kurze Wanderung war  nur 7 km lang, dauerte aber 2 Stunden. 

Heute früh empfing uns Marina mit Kaffee und Tee. Danach haben wir mit Marina einen wunderschönen Bummel durch Crikvenica gemacht und sind dann auf der Uferpromenade entlanggelaufen. Links hatten wir immer die wunderschöne, sehr saubere Adria und die Insel Krk,  rechts die hübschen Häuschen und Appartements von Crikvenica. Zwischendurch waren wir noch einen Cappuccino trinken. Dann fing es fürchterlich an zu regnen und auch der Schirm half nicht mehr. Nach über 4 km waren meine Hose,  Schuhe und Socken klatschnass. Marinas Mann hat uns mit dem Auto abgeholt. Eigentlich wollten wir noch zusammen ein Stück in die Berge fahren (hier gibt es übrigens Bären), aber nach einem heißen Tee beschlossen wir, uns wegen des Wetters zu verabschieden und mit unserer Moni weiterzuziehen. Es waren schöne Stunden mit Marina und wir sind ihr sehr dankbar dafür.
Die Fahrt entlang der Küste war trotz des Regens ein Traum. Links kahle, schroffe Berge, deren dunkle Spitzen oft in den Wolken steckten, rechts,  oft tief unten, das blaue Meer, tiefe Schluchten, schöne Strände und romantische Buchten. Die Strecke ließen meinen Herzschlag oft stocken und Berndt musste sich ganz schön konzentrieren. Als dann plötzlich der Regen aufhörte und die Sonne hervorkam, beschlossen wir, in der Nähe des NP zu übernachten. Wir hatten großes Glück und sind auch die einzigen auf diesem Platz. Die meisten Plätze sind jetzt noch geschlossen.

Sonntag, 6. März 2016

Grenzkontrolle und Wiedersehen mit Marina

Sonntag,  06.03.2016

Nach einem kurzen, flotten Spaziergang sind wir halb 10 abgefahren und waren kurz vor 12 in der Tulipan utca 13 in Budapest. Wir standen vor einem großen Mehrfamilienhaus und nicht, wie erwartet, vor Andreas Häuschen. Ein netter junger Mann wollte uns in Englisch behilflich sein und am Ende erfuhren wir, dass es in Budapest mehrere Tulipan utca gibt und man den Stadtbezirk wissen muss. Die Postleitzahl hatte ich leider nicht im Kopf. Beim 2. Versuch landeten wir vor einem uralten Haus, wo auf der Straße ebenso uralte Schlitten standen. Der dritte Versuch ließ uns ganz versteckt, am Ende einer Straße, leicht auf einem Berghang gelegen, finden. Aber die Gartentür war verschlossen, kein Name zu finden und auf das Klingeln reagierte niemand. Also beschlossen wir, Budapest zu verlassen, obwohl ich mich so auf ein Treffen mit Andrea gefreut hatte.
Vorbei am Balaton ging es Richtung Kroatien. An der Grenze musste Berndt ins Röhrchen pusten, alle Papiere vorlegen und unsere Moni von Innen zeigen, aber alles freundlich. Ein Grenzer sprach sogar deutsch und unterhielt sich mit uns über Dresden. Durch die Slowakei und Ungarn sind wir übrigens mit der E-Vigniette problemlos gefahren.
In Kroatien gibt es das gleiche Mautsystem wie in Frankreich. Hinter Zagreb in den Bergen kamen wir noch einmal in den tiefsten Winter und dann ging es in Serpentinen tief hinunter ans Meer bei Crikvenitza. Auf der schmalen Straße vor Marinas Haus kam uns ein Auto entgegen, so dass wir noch einmal ausweichen mussten. Es war Marina, die von Arbeit kam und sofort sah, dass das Auto mit PIR kein Zufall sein konnte.  Nach der sehr herzlichen Begrüßung gab es viel zu erzählen und Marina hat noch ein 3-Gänge-Menü für uns bereitet. Jetzt liegen wir in einem von Marinas Gästezimmer, werden gleich schlafen und freuen uns auf den morgigen Tag. Es sind noch 12 Grad draußen.