Mittwoch, 3. April 2019

Im Land der Navajos

Koa Camping Williams, Dienstag, 02.04.2019

Heute Früh gab es leckeres Rührei mit Schinken, Toast mit Orangenmarmelade, Tee und Kaffee. Um 9 Uhr sind wir  gestartet und schnell war das Land wieder flach und eben. Rechts und links Prärie und die Straße schnurgrade bis zum Horizont.


Berndt könnte manchmal voraussehen, welches Auto ihm in 3 Stunden entgegen kommt. Schnell waren wir in Arizona und konnten die Uhr wieder 1 Stunde zurückstellen, d.h. wir haben jetzt 9 Stunden Zeitunterschied zu Deutschland. Wenn wir um 9 starten, wird zu Hause schon das Abendbrot auf den Tisch gestellt.

Bald konnten wir die ersten Tipis sehen, aber auch ärmliche Siedlungen der Navajo-Indianer.

An der Straße gibt es viele große Läden, die von den Navajos betrieben werden. Hier gibt es Schmuck, Mokassins, Keramik und Volkskunst der Indianer.

In Winslow waren wir im Pizza-Hut Mittagessen. Für 7,99 $ konnten wir uns am Buffet bedienen, bis wir satt waren. Das Personal und ein großer Teil der Gäste waren Navajos.

Dann hatten wir die kluge Idee, die Grand Falls vom Little Colorado anzusehen. Wir sind ab von der Route 66 ca. 20 Meilen in das Indianerland gefahren. Hier gibt es größere und kleinere Berge und besonders gefiel uns der Blick auf den Kendrick Peak, 10418 ft, mit seinem schneebedeckten Gipfel.

Lustig sind auch immer die einsamen Briefkästen am Straßenrand und weit und breit ist kein Haus zu sehen.


Endlich war ein Schild Grand Falls zu sehen und wir bogen links ab. Aber unsere Begeisterung wurde gleich gedämpft, denn es war unmöglich, mit dem Wohnmobil über den Weg zu fahren. Entgegenkommende Fahrzeuge hielten an und rieten uns von der Weiterfahrt ab. Also verzichteten wir auf dieses Highlight und fuhren weiter über Flagstaff nach Williams auf der originalen Route 66. Wir sind jetzt in der Nähe des Grand Canyon und haben für morgen einen Helikopterflug über den Canyon gebucht.

Dienstag, 2. April 2019

Felszeichnungen der Pueblo

Gallup, 1.4.2019

Heute Früh sind wir schon 08:15 Uhr losgezogen, haben aber gleich als erstes in Tucumcari ein weiteres Highlight der Route 66 besichtigt, das Tee Pee Curios. Ein uralter Laden mit einem Unikum als Ladenbesitzer, wo es lauter Andenken der Route 66 bzw. Handgefertigtes von Indianern gab.


Dann ging es weiter nach Albuquerke. Wieder war auf beiden Seiten der Straße endlose Prärie bis zum Horizont, über viele Kilometer nicht mal ein Rindfiech zu sehen. Ich habe mich manchmal gefragt, wie die Leuten hier früher zu Fuß oder mit Planwagen durch das Land gezogen sind auf der Suche nach einem besseren Leben. Irgendwann entdeckten wir weiße Flecken und stellten fest, dass es Schnee war.
In der Ferne sahen wir auch Berge, deren Spitzen mit Schnee bedeckt waren. Irgendwann hatten wir uns auch verfahren und waren ziemlich hoch in den Bergen gelandet, die auf einmal da waren.

In Albuquerke, einer ziemlich großen Stadt, haben wir uns dann erst einmal ein paar Nudeln gekocht. Der Schnee war weg und die Sonne schien schon recht kräftig vom Himmel. Ca. 17 Meilen außerhalb der Stadt haben wir die Polyglyphen (Steinzeichnungen) der Pueblos, die zum Teil bis zu 3000 Jahre alt sind. Es ist ein riesiges Kratergelände eines ehemaligen Vulkans. Die Steinzeichnungen haben unterschiedliche Bedeutungen. Um vieles zu sehen, mussten wir den Kraterrand hinaufsteigen.


Die Sonne brannte inzwischen ganz schön, so dass ich leichte Rötungen im Gesicht habe. Auf dem Gelände waren zudem alle dort wachsenden Pflanzen bezeichnet und erklärt. Anschließend haben wir uns bei Starbucks erst einmal ordentlichen Kaffee und Tee gegönnt.

Auf der Weiterfahrt begeisterte uns die Landschaft zunehmend. Links war weitestgehend immer noch Prärie aber es kamen immer mehr Felsformationen und Berge hinzu. Vor allem auf der rechten Seite erstrahlten die vom letzten Sonnenlicht angeleuchteten roten und ockerfarbenen Tafelberge. Das zog sich über 200 km hin und war ein prächtiges Schauspiel. Die bizarren Formen erinnerten an Landschaften aus Indianerfilmen.