Montag, 7. September 2015

Von Mulhouse bis Gigonda

Domaine les florets, 6.9.2015

Kurz vor 9 Uhr sind wir heute in Neuenburg gestartet. Große Freude, als wir nach 15 Minuten am Grenzübergang ankamen und dort ein WOMO mit PIR stand. Jens und Kerstin warteten schon auf uns und gemeinsam ging es weiter über Besançon Richtung Provence. 

Ich fühlte mich heute ein bisschen uralt, da nach der gestrigen Fahrradtour mein rechtes Hüftgelenk streikte. Nur stark hinkend kam ich vorwärts, erst wenn ich mich warmgelaufen hatte, ging es besser.

Da wir ja in Frankreich sind und Sonntags auch viele INTREMARCHE'S geöffnet haben, waren wir natürlich noch einkaufen und günstig tanken. Unterwegs gab es noch eine Mittagsrast mit Herta Knackiwürstchen und Weintrauben.

Durch Lion sind wir geradewegs durchgefahren, sehr zügig und kurz vor 18 Uhr waren wir in Gigondas. An einer Bio-Cave haben wir gehalten. Wir wurden äußerst herzlich  begrüßt. Nachdem wir klargestellt hatten, dass wir keinen Wein zum Lagern, sondern einen zum Gleichtrinken (ce soir) brauchen, haben wir verkostet und uns je für einen 5L-Kanister entschieden. Dann sind wir weitergefahren bis an den Stellplatz an der Cave, wo wir mit Jens und Kerstin ganz allein stehen. 

Über uns strahlt noch immer der blaue Himmel und wir haben einen wunderschönen Blick auf die Dentelles de Montmirail.

Und zum Abendbrot gab es etwas besonders Feines: Pellkartoffeln mit Rondelé (Ail de Gronne & Fines Herbes) und den Rotwein.

Samstag, 5. September 2015

Mit Höllentrip ins Paradies

Neuenburg, 05.09.2015

Gestern sind wir von Frankreich wieder nach Deutschland gefahren und stehen seitdem auf dem Campingplatz "Dreiländecamping und Freizeitpark". Hier gibt es ein schönes, überdachtes Schwimmbad, eine Minigolfanlage, Streichelzoo für Kinder, großes Restaurant und ein Kiosk.

Wir wollten gestern gleich mal Wäsche waschen, hatten zwei Jetons für je 3,50 € erworben, aber nichts funktionierte. Die Wäsche war klatschnass, nichts gewaschen und die Tür ließ sich nicht öffnen. Zwei mal mussten wir den Monteur rufen, aber: Ende gut, Wäsche gut.

Heute früh sind wir nach Neuenburg gewandert, waren beim Campingausrüstungshändler Fritz Berger und haben beim Italiener Eis gegessen. Neuenburg ist ein kleines Städtchen, wo vieles französisch beschriftet ist. Hierher kommen viele Franzosen zum Einkaufen und in die Restaurants. 

Gegen 14:00 Uhr waren wir wieder zu Hause und wollten eigentlich gemütlich lesen und kochen. Aber dann fand ich auf der Karte den Tipp für ein ganz besonderes Ausflugsziel für alle Pflanzen- und Gartenliebhaber: das Landhaus Ettenbühl. Dort gibt es unter anderem eine Parkanlage im englischen Stil und 16 Themengärten. Also saßen wir um 3 Uhr komplett ausgerüstet auf unseren Rädern. 11 km sind ja ein Katzensprung. Berndt hatte auch noch eine schöne Strecke außerhalb der großen Straßen herausgesucht. Am Anfang radelte es sich ja noch ganz gemütlich.
Aber dann ging es in einer Art Hohlweg leicht bergan und der Weg wurde immer steiler. Irgendwann hatte ich nur noch Pudding in den Beinen und habe mein Radel geschoben. Immer wieder mal habe ich versucht, mit trampeln ein Stück weiter zu kommen. Bei der ganzen Quälerei hatte ich trotzdem einen Blick für die imposante Landschaft: rechts die Vogesen, links der Schwarzwald. Na ja, irgendwann nach einer Stunde und 10 Minuten hatten wir unser Ziel erreicht. Es hat sich gelohnt.

Die Rückfahrt war ein Vergnügen, da wir einen anderen Weg gewählt haben. Bis Bad Bellingen ging es dann nur begab. Dann haben wir den Rhein-Radweg gesucht und gefunden. Er fuhr sich sehr schön, links von uns der Rhein, dahinter Frankreich und so waren wir nach 14 km schnell wieder auf unserem Campingplatz. 
Ein schöner Ausflug.