Montag, 25. Mai 2015

Das Wandern ist der Wilisch´s Lust

Pfingstsonntag 24.05.2015

Noch versteckt sich die Sonne hinter den Wolken, aber wir beschließen gegen 11 Uhr wieder mal wandern zu gehen.

Im Wander- & NaturführerSächsische Schweiz haben wir auf Seite 226 eine interessante Tour entdeckt, die wir noch nicht erwandert hatten. „Auf und ab zu schönen Aussichten auf die Felsnadeln des Bielatals“

Ausgangspunkt sollte der Parkplatz der Schweizermühle sein. Obwohl wir eigentlich wissen wo das ist sind wir am Ende in Rosenthal auf einem Parkplatz gelandet. Zwischendurch wurden wir noch von der Polizei einer Gesichtskontrolle unterzogen, aber offensichtlich sahen wir harmlos aus und konnten gleich weiterfahren. Da wir nun nicht am exakten Ausgangspunkt der Wanderung waren, beschlossen wir die Wanderung, da sie eine Rundwanderung war, einfach an einem anderen Punkt zu beginnen. Also erst einmal zu Fuß durch Rosenthal, dann links ab Richtung Wetterfahnenfels, Bastei und Bertablick. Allerdings sind wir daran vorbei gelaufen und erst einmal am Rosengarten gelandet. Nach einem kurzen, steilen Abstieg kamen wir an der Schweizermühle an und damit am eigentlichen Ausgangspunkt unserer Wanderung. Von da ging es zum Nachbar, weiter zum Sachsenstein, der eine wunderschöne Aussicht bieten sollte. Wegen meiner Höhenangst wollte ich mir den Aufstieg lieber sparen, und habe Berndt, Maxi und Franzi allein die wunderschöne Aussicht genießen lassen. Der Aufstieg war wohl an einigen Stellen ziemlich eng (Rucksack sollte man vorher ablegen), aber insgesamt nicht so schwierig, so dass ich mich das nächste Mal auch trauen werde.
#





Dann war die Zeit ran für eine kleine Rast mit Imbiss. Es gab gesunden Apfel, Kohlrabi und ein Motivations-Bierchen mit vielen Vitaminen.



Von da ging es weiter zur Johanniswacht mit wunderschönem Ausblick und dann hinab zur Ottomühle. Obwohl der Andrang groß war, bekamen wir am Kiosk schnell unsere Bratwurst und Getränke. Das Angebot war recht vielseitig. Nach der Ottomühle haben wir uns den Daxenstein und die Großvaterstuhlaussicht und Bennohöhle gespart und sind gleich Richtung Kanzelsteinaussicht gewandert. Der Wanderweg ist sehr angenehm, immer leicht im Schatten und nicht besonders schwierig. Von der Kanzelsteinaussicht gab es wieder einen schönen Blick auf die Felsnadeln des Bielatals, ein Stückchen weiter entdeckten wir die Herkulessäulen und dann erreichten wir den Bielablick.
#



Kurz vor dem erneuten Abstieg zur Schweizermühle kamen wir noch am Rapunzelturm vorbei. Maxi ließ zwar ihr langes Haar herab, aber unten wollte sich einfach kein schöner Prinz finden und Franzi schien als Ersatz nicht geeignet, da zu kurz.




Nun wollten wir unbedingt noch den Bertablick erreichen, also nahmen wir den letzten Teil des Rundweges energiegeladen in Angriff. Den Wetterfahnenfels fanden wir noch ohne Mühe, den Bertablick und die Bastei zu finden war schon etwas schwieriger. Die Ausschilderung war nicht besonders gut und unsere Karte half uns auch nicht weiter. Aber Ende gut, alles gut und ich konnte noch ein Foto unmittelbar vor dem Bertablick machen. Direkt auf den Bertablick konnte man nicht, da dort gerade gebaut wird.






Glücklich erreichten wir gegen halb Fünf unser Auto auf dem Parkplatz wieder. Die Wanderung ist sehr zu empfehlen, da sie sehr abwechslungsreich ist, wunderschöne Aussichten bietet und auch für Untrainierte keine große Schwierigkeit darstellt.




Sonntag, 19. April 2015

Zuviel Gewicht

 Zug Frankfurt - Leipzig, den 19.04.2015

Unser allerletzter Urlaubstag brachte noch einmal viel Spaß, so dass ich mich noch einmal per Blog melde, um andere vorzuwarnen.

Den Vormittag verbrachten wir noch lesend auf dem Pooldeck. Unsere 2 großen Koffer, die wir auf 20 kg getrimmt hatten, standen im Gepäckterminal. Ich hatte mir noch ein kleines blaues Handköfferchen gekauft, damit alle übrigen Sachen verstaut werden konnten. Berndt hatte seinen Rucksack auch bis zum Anschlag vollgepackt. 
Nach einem letzten Mittagessen auf dem Schiff fuhren wir 13 Uhr zum Flughafen, wo das große Erwachen kam. Unsere Koffer entsprachen der Norm und wurden eingecheckt. Aber unser Handgepäck war viel zu schwer, Condor ließ nur 6 kg pro Person zu. Die 2 kg, die ich zugenommen habe, wurden zum Glück nicht mitgerechnet. Unser freundlicher Hinweis, dass wir klein und nicht so sehr schwer sind und Leute neben uns doppelt so schwer waren, verursachte bei der Dame am Checkin nur ein mitfühlendes Nicken. Wir mussten 96 € für 8 kg Übergepäck nachzahlen!!! Da wir kein Bargeld mehr hatten, mussten wir an der letzten Ecke des Flughafens zum Geldautomaten sausen. Der Automat gab Euros nur in 100er-Schritten raus.  Zum Glück durften wir dann gleich an der Warteschlange vorbei und unser Handgepäck einchecken.  

Der nächste Höhepunkt war der Flug mit Condor, aber vielleicht sind wir von Qatar-Airlines und anderen schon zu sehr verwöhnt. Ordentliches Entertainment gab es nur gegen Bezahlung, Kopfhörer für 3,50€ und beim Imbiss konnte man wählen zwischen 2 Schwarzbrotscheibchen mit Käse oder einem zerknautschten Brötchen mit Salami. Die Getränkeauswahl war auch deutlich begrenzt, kein Tomatensaft, kein Bier, kein Wein. Nicht mal die Stewardessen waren besonders adrett. Der Pilot war bestimmt ein "Fahrschüler", beim Landeanflug flogen wir Slalom und die Landung forderte der Federung des Flugzeuges einiges ab.  Den endgültigen Rest gab uns die mangelnde Sauberkeit des Frankfurter Flughafens.

Der Höhepunkt unserer Rundfahrt ist aber mal wieder die Deutsche Bahn. Unsere vor langer Zeit vorgebuchten Sitzplätze erwiesen sich als getrennte Plätze. Die Möglichkeiten, die großen Koffer sicher abzustellen, sind zu gering und es wurde schon bei der Abfahrt in Frankfurt eine Verspätung von 50 Min. angekündigt, so dass wir unseren Anschlusszug in Leipzig nicht kriegen werden.
Ja, wenn Einer eine Reise tut...

Aber wir wollen nicht ungerecht sein: Die Anreise mit der DB war in Ordnung.
Wir sind trotzdem gut erholt und würden die Reise gleich noch einmal machen.