Montag, 24. Februar 2020

Ankunft in Afrika


Dessie, Sonntag, 23.02.2020, 21:30 Uhr

Nach einem etwas unruhigen Flug sind wir gut in Addis Abeba gelandet. Es war gleich erst einmal chaotisch, weil völlig unübersichtlich. Wir sind deshalb mit den Massen mitgelaufen. Stutzig wurden wir, als wir erneut komplett kontrolliert wurden. Wir waren im Transitbereich gelandet. Irgendwann haben wir dann unseren Fahrer gefunden und los ging es über knapp 390 km Richtung Norden nach Dessie. Schnell wurde es sehr warm und in Debre Birhan gab es eine kleine Kaffeepause. Unsere Fahrt ging weiter auf der Hauptstraße. Dabei teilten wir uns die große Verkehrsader mit vielen Menschen (es gibt keine Fußwege), Ziegen, Schafen, Eseln, Zebus und anderen Rindern, und sogar Kamelen, überladenen Lastwagen und Kleinbussen und vielen kleinen, Tuk-tuk-ähnlichen Autos. Für die 390 km haben wir bis abends halb Sieben gebraucht, da wir sehr oft durch Querrinnen langsam fahren und später noch großen Löchern ausweichen mussten. Ständig muss man auch Tieren ausweichen, die einfach auf der Straße stehen bleiben. Am Nachmittag haben wir bei Sentebe einen sehr großen Markt besucht, der für uns recht interessant war. Obwohl viele Menschen offensichtlich bitter arm sind, sieht man die meisten mit lächelnden Gesichtern und vor allem die Mädchen und jungen Frauen gehen sehr hübsch und bunt angezogen. Das Äthiopische Hochland bietet beeindruckende Landschaft.
Unser Zimmer im Hotel Golden Gate in Dessie ist sehr angenehm. Wir haben gleich erst einmal geduscht und dann mit unserem Guide/Fahrer Abendbrot gegessen. Schnell schlafen und wir freuen uns auf morgen.











Das Auto ist eigentlich voll, aber die Ziegen müssen noch mit. 


Donnerstag, 6. Juni 2019

Zu Besuch beim Ziegenhirt

Mittwoch 08.05.2019

Nach einer längeren Anfahrt hoch hinauf in die Berge begannen wir unsere Wanderung. Wir hatten diesmal nicht bedacht, dass es weiter oben deutlich kühler ist, dazu pfiff ein hässlicher Wind und wir hatten keine warmen Jacken mit. Mehmet hat mir seine Windjacke geborgt und dann stiefelten wir los. Es war einfach unangenehm kalt und windig. Plötzlich erblickten wir ein riesiges Felsmassiv vor uns umd Mehmet meinte, dass wir da durch den Durchgang hindurch müssen. Aber es war nicht so schlimm wie gedacht, der Wind legte sich auch langsam und an einem sonnigen Plätzchen gab es die ersten Snacks.

Wir sind fast durchgängig auf sogenannten Ziegenpfaden gelaufen und hatten auch unterwegs mehrfach Hirten mit ihren großen Herden gesehen. Oftmals sind es auch alte Frauen, die den ganzen Tag mit den Tieren unterwegs sind.

Irgendwann hatten wir das gewaltige Felsmassiv, den Drachenberg, erreicht, die Aussicht rundherum war wieder spektakulär.







Und als wir durch den Felsdurchgang auf die andere Seite kamen bot sich uns ein grandioser Blick hinab ins Tal und auf die gegenüber liegenden Berge und erneut auf die Ruinen der antiken Stadt Kapikaya. Auch hier gab es einen Wächter in einem kleinen Häuschen, wir hatten ihn zuvor schon auf der Straße in seinem Auto getroffen.




Am Wächterhäuschen haben wir noch eine kleine Rast gemacht und ein paar Kleinigkeiten genascht. Der Wächter hat auf einer Trommel für uns getrommelt und dazu gesungen. Es klang sehr interessant. Dann sind wir ein Stück bergab zu einem älteren Hirten gelaufen, der auch gerade Besuch von seiner Schwester mit ihren Kindern hatte. Wir wurden zum Essen in die kleine Hütte des Hirten eingeladen und es gab Gurken, Tomaten, Oliven, Olivenöl, selbstgemachten Yoghurt, gebratenes Huhn, dünnes Fladenbrot und Kartoffelsalat mit Ei und natürlich Tee. Es hat gut geschmeckt.



Draußen gab es noch einmal Musik vom Wächter mit der Trommel und der alte Hirte sowie die 2 Jungen der Familie tanzten dazu.





Abends hat dann Mehmed wieder lecker für uns gekocht.