Dienstag, 12. Juni 2018

Wenn du denkst...

Altdorf, Montag, 11.06.2018

Berndt hatte eine schöne Bergtour herausgesucht und so standen wir um 9 Uhr an der Talstation und sind wieder auf 1450 m hinauf gefahren. Wir wollten 10 - 12 km wandern je nach Verfassung vielleicht auch weiter und an einer Seilbahn wieder hinunter fahren. Berndt hatte herausgefunden, dass es nur ein kleines Stück bergauf und dann nur bergab ging. Aber wahrscheinlich hatte er die Karte verkehrt herum gehalten, denn es ging ständig bergauf bis auf 1850 m. Dazu hatte es angefangen, leicht zu regnen und wir mussten unsere Regenjacken anziehen. Die traumhafte Landschaft hat uns aber für vieles entschädigt. 

Unterwegs haben wir Bauern getroffen, die mit Sensen die z.T. steilen Bergwiesen mähten. Berndt fiel das Laufen durch immer schwerer und wir waren froh, als wir am Fleschsee eine kleine Berghütte entdeckten, wo es auch etwas zu essen und zu trinken gab. 



Berndt musste sich hinlegen und die Beine hoch nehmen, da nichts mehr ging. Die Wirtin hatte schon mit ihrer Schwester abgesprochen, dass sie uns mit dem Jeep wieder mit nach unten nimmt, da wir nicht wussten, was mit Berndt los war. Aber dann draußen wollte es Berndt doch versuchen zu laufen, da der Weg nicht weiter bergan ging. Also sind wir langsam weiter gewandert. Unter anderem mussten wir über eine Weide und alle Kühe liefen bimmelnd hinterher uns her.

 An der nächsten Seilbahnstation nach 3 km beschlossen wir hinunter zu fahren, da es Berndt nicht besser ging. Um abfahren zu können, mussten wir uns per Telefon anmelden. Auf der Zwischenstation haben wir bezahlt.
 Unten angekommen sind wir mit dem Bus zurück zum Campingplatz gefahren.
Am späten Nachmittag sind wir mit dem Bus ins Zentrum von Altdorf, was eigentlich eine Stadt ist, gefahren, haben Kaffee / Tee getrunken, Geschäfte angeguckt und sind gemütlich zurück gelaufen.

Wildheuerpfad

Altdorf UR, Sonntag, 10.06.2018

Punkt halb Zehn Uhr sind wir mit der Seilbahn auf 1450 m hoch gefahren. Oben waren wir begeistert von den schönen bunten Wiesen mit den vielen Blumen, so etwas kennt man bei uns gar nicht mehr. Unsere Wanderung ging bergauf und bergab, manchmal war es ein bisschen anstrengend und schwierige Stellen konnten wir mit Hilfe von Stahlseilen bewältigen. Wir können Maxi jetzt noch besser verstehen, die dazu ja noch 15 kg auf dem Rücken mitschleppt. Immer wieder boten sich fantastische Ausblicke auf die schneebedeckten Gipfel, auf die schönen Bergwiesen oder auch tief unten auf den in der Sonne türkisfarben glizernden Urner See. Überall dort oben findet man auch Häuser bzw. Hütten und Kühe. Die Bergwiesen machen einen sehr gepflegten Eindruck. An einem besonders schönen Ausblick saßen schon andere Wanderer und so machten wir auch Rast und genossen die Sicht. Wir fragen uns immer wieder, wie trotz der steilen Hänge die Wiesen gemäht und Heu gemacht wird.
Der lange Abstieg von den 1550 m war nicht sehr angenehm, aber die Bergstation Oberaxen befindet sich auf etwa 1000 m Höhe. Unten in Flüelen angekommen, entdeckten wir wieder das Schild "Poulet im Chörbili" und wir wollten unbedingt ausprobieren, was das ist. Also Platz auf der Terrasse des Hotels genommen und wir können nur sagen, es ist absolut lecker.
Von dort sind wir bis zu unserer Moni etwa 3 km gelaufen.
Die ausgesprochene Freundlichkeit der Menschen hier empfinden wir als sehr angenehm.
Weil wir von der Wanderung so begeistert waren, wollten wir noch eine machen und haben eine Nacht mehr auf dem Campingplatz gebucht.