Mittwoch, 2. September 2015

Wieder auf dem Jakobsweg

Ribeauvillé, 02.09.2015

Gegen halb 10 sind wir in Kaysersberg Richtung Ribeauvillé gestartet. Wir hatten vergessen zu erwähnen, dass die Sanitäranlagen in Kaysersberg mit Solarthermie betrieben werden und der ganze Platz mit tollen Blumenarrangements geschmückt ist.


Ca. 10:15 Uhr waren wir in Ribeauvillé auf dem Camping municipale, sehr voll, sehr schön, sehr gute Sanitäranlagen und sehr preiswert (16,30 € mit Strom). Vor einem Stellplatz stand ein Storch. Ich dachte erst, es ist Dekoration, aber er war echt. Die Leute haben ihn mit Wasser versorgt und er war ganz zahm.
Gegen 11 Uhr sind wir aufgebrochen, in Wanderausrüstung, um auf dem Jakobsweg über Ribeauvillé, Hunawihr  nach Riquewihr zu laufen. Der Weg führte durch große Weinfelder und wir genossen die herrlichen Aussichten sowohl auf den Schwarzwald als auch auf die drei Burgen Sankt-Ulrichs, Haut-Ribeaupierre und Giersberg.
In Ribeauvillé hatten wir uns zwei kleine Pizzen (ich mit chevre -mmmh-lecker) als Wegzehrung gekauft.
In Hunawihr besichtigten wir noch die uralte Wehrkirche samt Friedhof.
In Riquewihr  fanden wir gleich das Geschäft, wo wir letztes Jahr den guten Weißwein gekauft hatten, aber mehr als 4 Flaschen konnte Berndt nicht im Rucksack wegschleppen. Auf dem Rückweg gab es noch eine Rast mit Brezel und Wasser und wir wurden von einem Trupp Leute fröhlich begrüßt, die gerade die Weinlese beendeten.
In Ribeauvillé blieben wir noch in einem Café hängen, um noch einen Riesling und Kaffee in schöner Atmosphäre zu genießen.

Ribeauvillé ist so ein traumhaft schöner und historisch interessanter Ort, dass wir morgen noch einen Stadtrundgang nach Plan machen wollen, unter anderem.

Wir haben heute 13,76 km zurückgelegt und dabei ca. 19.980 Schritte gemacht.



Dienstag, 1. September 2015

Endlich Flammkuchen

Kaysersberg, 01.09.2015

Kurz vor 8 Uhr begann heute unser Tag und zum Frühstück gab es Rührei mit Tomaten. Eigentlich war Regen angekündigt, aber da der Himmel noch freundlich aussah, beschlossen wir gegen halb 10 in die Stadt zu laufen.
Direkt neben dem Campingplatz gibt es eine Brücke über das kleine Flüsschen Weiss und am Ufer des Flüsschens verläuft ein schöner Weg geradewegs ins Zentrum. Der Weg ist gleichzeitig als Natur- und Gesundheitslehrpfad angelegt, wo man sich auch bilden kann, wenn man Französisch versteht. Nach knapp 20 Minuten ist man unmittelbar im Zentrum.

Kaysersberg ist eine wunderschöne, sehr gut erhaltene Stadt. 1227 hat König Heinrich VII, Sohn von Friedrich II von Hohenstaufen das hiesige Schloß aufgekauft. Die meisten Häuser sind in ihrer alten Pracht erhalten worden und verleihen dem Städtchen einen unwiderstehlichen Charme.

Wir sind einfach durch die Gassen und Straßen geschlendert und haben die Atmosphäre genossen. Natürlich haben wir auch einen Kaffee und Tee getrunken. In dem Café gab es eine große Auswahl an Teesorten und Berndt meinte, der EARL GRAY habe besonders gut geschmeckt. Wir haben auch noch fünf Flaschen guten elsässischen Wein erstanden. In der Stadt befindet sich auch das Geburtshaus und Museum von Albert Schweitzer. Wir haben es vergangenen Herbst besichtigt. Es ist lohnenswert.

Gegen 12 Uhr waren wir wieder bei Moni, zu Mittag gab es mal wieder Bihuhnsuppe, danach war lesen, rätseln und Französisch lernen an der Tagesordnung. Jetzt regnete es immer mal wieder leicht.
Gegen halb fünf beschlossen wir noch einmal in die Stadt zu laufen, um endlich Flammkuchen und Weißwein zu genießen, was wir dann auch mit großem Genuss taten.

Danach sind wir noch ein bisschen durch die Stadt gebummelt, haben die Kirche besichtigt und das Memorial für die gefallenen Soldaten.
Im Dezember 1944 wurde die Stadt schwer beschädigt, aber dank schnellen Wiederaufbaus gehört die Stadt heute zu den Schmuckstücken des Elsass. Ein Besuch lohnt sich und der Campingplatz ist empfehlenswert. Es gibt auch einen großen Stellplatz in der Nähe.